Das Altstadtjahr 2022



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Hühnersuppe auf der Hotelterrasse

Eine grosse Tradition erfährt eine kleine Änderung: Die Hühnersuppe wird am Samstag, 5. Februar, zum ersten Mal nicht vom Altstadtleist auf dem Kronenplatz, sondern vom "Stadthaus"-Team auf der Hotelterrasse verkauft.
 
Bisher trugen die "Stadthaus"-Köche grosse Töpfe voller Suppe zum Kronenplatz hoch, wo Mitglieder des Leistvorstandes sie an einem eigens dafür aufgebauten Stand anboten. Sobald die sämige Brühe zur Neige ging, bestellten die "Schöpferinnen" Nachschub. Wenig später machten sich die Köche damit erneut auf den Weg. Diese Art der Arbeitsabwicklung war für alle Beteiligten ziemlich umständlich. Deshalb wir sie nun vereinfacht.
 
"Die Tradition der Hühnersuppe in Eigenregie weiterpflegen zu dürfen, ist uns eine Freude und Ehre", sagt "Stadthaus"-Direktor Marvin Portmann. 
 
Der Leistvorstand ist fest davon überzeugt, sein "Ämtli" in perfekt geeignete Hände zu übergeben. "Das 'Stadthaus' war für uns in all den Jahren der ideale Partner, um diesen Brauch zu pflegen. Es wird dieses Erbe mit Herzblut weiterverwalten."
 
Beide Parteien versichern, dass an der Suppe nach dem Motto "Never change a chüschtigs Rezept" keine Änderungen vorgenommen würden.
 
Bei der Hühnersuppe handelt es sich um einen jahrhundertealten Brauch. Er geht zurück auf die Zeiten, in denen die Frauen von Burgdorf ihren Männern mit Mistgabeln und Dreschflegeln dabei halfen, die Stadt gegen österreichische Adelige zu verteidigen. 1388 ordnete der bernische Schultheiss an, den Frauen als Dank für ihre Einsätze jedes Jahr eine Hühnersuppe zu kredenzen.
 
Der Verkauf der Hühnersuppe beginnt am Samstag, 5. Februar, um 10.30 Uhr. 3 Deziliter kosten 15 und der Liter (auch vakuumiert im Beutel) 21 Franken. Es hett, solangs hett.

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Zustupf für den Fussball-Nachwuchs

Bereits zum fünften Mal veranstaltete das Hotel Stadthaus an seiner Silvestergala eine Tombola. Dank Sponsoren - Geschäftspartner des Hotels und Gewerbetreibende aus Burgdorf und Umgebung - konnten sämtliche Spielerinnen und Spieler mit einem Preis rechnen. Diese Aussicht wirkte sehr verlockend: Die 63 Gäste kauften 224 Lose für je 10 Franken.

Von der Stadthaus-Lotterie profitieren jeweils nicht nur die Anwesenden. Der Reingewinn wird einer Organisation gespendet. 2016 erhielt das SAZ 2000 Franken. Über denselben Betrag durfte sich ein Jahr später die Stiftung Intact freuen. Die Bewo in Oberburg wurde 2018 mit 1980 Franken bedacht und die Stiftung Lerchenbühl 2019 mit 2770 Franken. 2020 fiel die Gala coronabedingt aus.

Die 2240 Franken aus der letzten Tombola kommen der 380 Junioren zählenden Nachwuchsabteilung des Sportclubs Burgdorf zugute. Bei der Checkübergabe zeigten sich SC-Präsident Serge Aeschbacher und sein für die Administration und Kommunikation zuständiger Vorstandskollege André Del Piero hocherfreut über den Zustupf. "Ich war total baff, als Sie mir das mitteilten", gab Aeschbacher Hoteldirektor Marvin Portmann zu verstehen.

Die Spende werde für Trainingsbälle, Überzugsleichen, Markierungshüte und so weiter verwendet, stellten die zwei Vorstandsmitglieder fest. Darüberhinaus sei sie in Zeichen dafür, dass der SC Burgdorf "offenbar einen guten Job macht."
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Grosser Auftritt

Auf 5 Seiten porträtiert die Schweizer Familie Nina Klötzli, ihre Familie und die grösste der kleinsten Messerschmieden der Schweiz. Nina und ihr Bruder Samuel führen den Betrieb, der letztes Jahr seinen 175. Geburtstag feiern durfte, in der 6. Generation. Der Artikel ist online leider nicht verfügbar. 

Tempi passati: Die "Stadthaus"-Köche Yannick Jakob (links) und Christian Bolliger müssen die Hühnersuppe nicht mehr auf den Kronenplatz schleppen. ​​​​​​​